Deutschland

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Volker Reissner
Chiara Enderle

Chiara ist Doktorandin in der Sonderpädagogik an der Europa-Universität Flensburg und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig in Deutschland. In ihrer Forschung untersucht sie die Bausteine von Schulbesuch und Wohlbefinden aus der Perspektive von Jugendlichen und Fachkräften, mit dem Ziel, schulbasierte Präventionsmodelle voranzubringen und weiterzuentwickeln. Chiara arbeitet eng mit Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland zusammen und engagiert sich in internationalen Netzwerken zur vergleichenden und inklusiven Bildung.

Die Informationen in den untenstehenden Menüs wurden im November 2025 aktualisiert. Wenn Sie Informationen beitragen möchten, die für andere in Ihrem Land von Interesse sein könnten, kontaktieren Sie bitte die Gastgeber Ihres Landes: Volker Reissner (volker.reissner@uni-due.de) und Chiara Enderle (chiara.enderle@uni-flensburg.de).

Personen, Gruppen und Organisationen

Gemeinnützig

    • Ambulanz für Kinder und Jugendliche mit schulvermeidendem Verhalten, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen am LVR-Klinikum
    • Stationäre und ambulante Behandlung für Jugendliche mit Schulabsentismus und psychischen Störungen, Universitätsklinikum Köln.
    • Die Interdisziplinäre Forschungsgruppe Schulabsentismus und Schulabbruch wurde von führenden Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gegründet, die in Deutschland auf Sonderpädagogik spezialisiert sind. Die Gruppe umfasst Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Expertinnen und Experten aus Erziehungswissenschaft, Jugendhilfe, Psychiatrie, Psychologie und Beratung. Ziele der Forschungsgruppe sind: (1) den Wissensstand zu Diagnostik, Prävention und Behandlung von Schulabsentismus zu erweitern; (2) pädagogische Qualitätsstandards für die Praxis zu entwickeln; und (3) Wissen auszutauschen und eine multiprofessionelle Perspektive auf Schulabsentismus/Schulabbruch zu fördern. Die Forschungsgruppe wird organisiert und geleitet von Prof. Dr. Gisela C. Schulze, Universität Oldenburg (gisela.c.schulze@uni-oldenburg.de) und Prof. Dr. Heinrich Ricking, Universität Leipzig (heinrich.ricking@uni-leipzig.de). Die letzten Jahrestagungen der Gruppe fanden in Hamburg (2023), Leipzig (2024) und Stockholm (2025) statt. Das nächste Treffen 2026 wird in Flensburg, Deutschland, ausgerichtet.

  • 2021 – laufend: „Bildung integriert (Präventionsketten)“ ist der Titel des Programms, das darauf abzielt, bestehende Aktivitäten zur Prävention von Schulabsentismus zu koordinieren und mehrere damit verbundene Projekte in der Stadt Düsseldorf, Deutschland, zu initiieren. Die Festlegung von Leitlinien zum Umgang mit Schulabsentismus, die methodische Erfassung von Fehlzeiten oder die Einrichtung von Schulbesuchsteams gehören zu den zentralen Zielen des Programms. Kontakt: Ina Holschbach & Milena Pape.
  • 2021 – laufend: Prävention, Identifikation und Intervention bei Schulabsentismus sind zentrale Elemente, um Schulabsentismus zu begegnen. Hauptziel des Projekts „On the frontline“ ist die Förderung des Schulbesuchs durch den Aufbau eines Teams geschulter Beratender (Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter usw.) vor Ort. Das Projekt wird derzeit von einem internationalen Konsortium entwickelt: David Heyne (Universität Leiden, NL), Trude Havik (Laeringsmilijosenteret, UiS, N), Jo Mange Ingul (Norwegian University of Science and Technology, N) und Volker Reissner (Universität Duisburg-Essen, LVR-Klinik Düsseldorf). In Deutschland wird „On the frontline“ in Kooperation mit der Stadtverwaltung Düsseldorf umgesetzt. Kontakt für Deutschland: Volker Reissner.
  • 2019 – 2022: Das Projekt „Every school day counts“ wird in drei „benachteiligten innerstädtischen Stadtteilen“ der Stadt Hamburg, Deutschland, umgesetzt. Es zielt darauf ab, die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Unterricht zu erhöhen, Schulabsentismus zu reduzieren und Schulabbruch zu verhindern. Je nach Bedarf wird jede Schule dabei unterstützt, ein individuelles Programm zu entwickeln, das nachhaltige Interventionen integriert, z. B. die Qualifizierung von Mitgliedern des Schulpersonals und/oder weitere Maßnahmen. Dadurch soll die Passung zwischen schulischen Konzepten und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler verbessert werden, um ihre schulische Beteiligung und ihren Bildungserfolg zu steigern. Das innovative Projekt wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Heinrich Ricking. Finanziert und umgesetzt wird das Projekt von der Joachim Herz Stiftung, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sowie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Kontakt: Prof. Dr. Heinrich Ricking.
  • 2025 – laufend: „INSSIGHT“ ist ein Projekt, das darauf abzielt, schulische Stressoren und die Rolle grundlegender psychologischer Bedürfnisse im Kontext des Schulbesuchs zu identifizieren. In Kooperation mit Tiffany Westphal (School Can’t Australia) adaptiert und nutzt das Projekt die Student Stress Investigation (SSI) Cards, um Stressoren im schulischen Umfeld aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler systematisch zu erfassen. Das Projekt trägt dazu bei, das Verständnis von Herausforderungen beim Schulbesuch zu vertiefen und das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern in Bildungskontexten zu fördern, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern mit sozialen, emotionalen und Verhaltensschwierigkeiten. Prof. Dr. Tatjana Leidig, Dr. Viktoria Pöchmüller und Chiara Enderle sind die leitenden Forschenden der Studie. Das Projekt wird durch den ZeBUSS-Fonds an der Europa-Universität Flensburg finanziert. Kontakt: Chiara Enderle chiara.enderle@uni-flensburg.de

  • 2019 – 2020: Die EU-geförderte Studie „Back To School“ („Terug naar school – Zurück zur Schule“) untersucht die Prävalenz von Schulabsentismus bei Kindern und Jugendlichen, die aufgrund psychischer Störungen in Behandlung sind. Derzeit werden die Daten ausgewertet. Die Studie wird von einem Euregio-Rhein-Waal-Konsortium aus vier Anbietern der Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie durchgeführt: Karakter (Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Nijmegen, Niederlande), GGnet (Anbieter psychiatrischer Versorgung in Nijmegen, Niederlande), LVR-Klinik Viersen (Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Deutschland) sowie LVR-Klinik/Universitätsklinikum Essen (Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Deutschland).
  • 2018 – 2019: Evaluation des Inventory of School Attendance Problems (ISAP). Dieser Fragebogen mit 48 Items erfasst ein breites Spektrum an Problemen des Schulbesuchs. Das ISAP liegt derzeit auf Deutsch vor, wird aber aktuell ins Schwedische und Finnische übersetzt. Kontakt: Martin Knollmann, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen am LVR-Klinikum, Essen.
  • Februar 2019: Die deutsche Version der School Non-Attendance Checklist (SNACK) wurde erstellt. Diese Checkliste unterstützt das Screening verschiedener Formen von Schulabsentismus, einschließlich Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulrückzug und Schulausschluss. Kontakt: Martin Knollmann oder Volker Reissner, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen am LVR-Klinikum, Essen.
  • September 2018: „School Refusal From an International Perspective“, ein internationales Symposium zu Schulabsentismus. Organisiert von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen am LVR-Klinikum, Essen. Kontakt: Volker Reissner (volker.reissner@uni-due.de).
  • Juni 2018: „Prevent school absenteeism! Strategies and concepts“ (Schulabsentismus verhindern! Strategien und Konzepte). Eine Fachtagung zu Schulabsentismus, organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e.V., dem Deutschen Roten Kreuz und dem PARITÄTISCHEN Gesamtverband.
  • 2016: „School Absenteeism as a Challenge in Europe: Approaches and Perspectives“ (Schulabsentismus als europaweite Herausforderung: Herangehensweisen und Perspektiven‘). Eine Fachtagung zu Schulabsentismus, organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e.V., dem Deutschen Roten Kreuz und dem PARITÄTISCHEN Gesamtverband.
  • 2015: Entwicklung und Evaluation einer modularen Behandlung für Kinder und Jugendliche mit problematischem Schulabsentismus. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, LVR-Klinikum Essen, Universität Duisburg-Essen am LVR-Klinikum, Essen. Kontakt: Volker Reissner (volker.reissner@uni-due.de).
  • Schule Zählt e.V. Eingetragener Verein zur Prävention von Schulabsentismus und Schulabbruch. Die Mitglieder kommen aus der Bildungspraxis, der Wissenschaft aus dem therapeutischen Bereich sowie aus Bildungseinrichtungen. Erster Vorsitzender: Prof. Dr. Manfred Wittrock, zweiter Vorsitzender: Apl. Prof. Dr. Heinrich Ricking.
  • Informationen zu Schulabsentismus, wie sie von den verschiedenen deutschen Bundesländern angeboten werden. Da die 16 Bundesländer jeweils für Bildung zuständig sind, können Informationen zu Schulabsentismus und Leitlinien zum Umgang mit diesem Problem variieren. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele:
  • In Deutschland können verschiedene Städte und Kreise unterschiedliche Leitlinien zum Umgang mit problematischem Schulabsentismus haben. Nachfolgend finden Sie verschiedene Beispiele. Wenn Ihre Stadt/Ihr Kreis in diese Liste aufgenommen werden möchte, kontaktieren Sie bitte Volker Reissner: volker.reissner@uni-due.de.
  • Das Deutsche Jugendinstitut („Deutsches Jugendinstitut, DJI“). Die Website des DJI enthält Informationen zu Schulabsentismus und verwandten Themen.
  • Deutschsprachige Literatur:
    • Enderle, C. (2025). Subjektive Sichtweisen von Jugendlichen mit Verhaltensschwierigkeiten: Was sind unterstützende Faktoren bei der Bewältigung von Schulbesuchsproblemen? ESE Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen, 7, 16–36. https://doi.org/10.35468/6178-02
    • Feldhaus, M., Rau, M., Ricking, H., & Sälzer, C. (2025). Schulabsentismus aus einer humanökologischen Perspektive – aktuelle Analysen mit PISA 2022. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. https://doi.org/10.1007/s11618-025-01292-5
    • Ricking, H. (2023). Schulabsentismus pädagogisch verstehen (1. Auflage). Verlag W. Kohlhammer.
    • Enderle, C., & Ricking, H. (2025). (Schulische) Handlungsoptionen bei Schulabsentismus zwischen rechtlichen und pädagogischen Maßnahmen in Deutschland – Die Bedeutung von multiprofessioneller Kooperation als Element der Prävention, Intervention und Reintegration. In K. Speck & H. Ricking (Hrsg.), Interdisziplinäre Kooperation und Schulabsentismus (S. 193–218). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-46233-8_12
    • 2019: Kreitz-Sandberg, S., & Lesch, V. (2019). Die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Diskussion über Schulabsentismus in Japan: Neue Trends oder ein altes Phänomen. In: Japan: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (Eds. D. Chiavacci & I. Wieszorek) iudicium: München, pp. 262-298.
    • 2018: Ricking, H. & Speck, K. (Hrsg.) (2018). Schulabsentismus und Eltern. Berlin: Springer
    • 2017: Ricking, H. & Dunkake, I. (2017). Wenn Schüler die Schule schwänzen oder meiden: Förderziele Anwesenheit und Lernen-wollen. Hohengehren: Schneider
    • 2016: Ricking, H. & Hagen, T. (2016). Schulabsentismus und Schulabbruch. Stuttgart: Kohlhammer
    • 2015: Reissner, V., Hebebrand, J., Knollmann, M. (2015): Beratung und Therapie bei schulvermeidendem Verhalten. Multimodale Interventionen für psychisch belastete Schulvermeider – das Essener Manual. Stuttgart: Kohlhammer.
    • 2015: Reissner, V., Jost, D., Krahn, U., Knollmann, M., Weschenfelder, A.-K., Neumann, A., Wasem, J., Hebebrand, J. (2015): The Treatment of School Avoidance in Children and Adolescents With Psychiatric Illness. Dtsch Arztebl Int, 112, 655-662. Deutsch: Therapie von Schulvermeidern mit psychiatrischen Erkrankungen. Eine randomisiert-kontrollierte Studie. Dtsch Arztebl, 112, 655-662.
    • 2012: Ricking, H. & Schulze, G. (Hrsg.) (2012). Schulabbruch – ohne Ticket in die Zukunft? Bad Heilbrunn: Klinkhardt
    • 2010: Knollmann, M., Knoll, S., Reissner, V., Metzelaars, J., & Hebebrand, J. (2010). Schulvermeidung aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Symptomatik, Entwicklung, Verlauf und Behandlung. Deutsches Aerzteblatt International, 107, 43–49.